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Barley Just For Fun & Desperados Undis

13.04.07 (zweite Woche nach dem Decken)

"Und? Merkt man schon was?" So häufig habe ich diese Frage in den letzten Tagen gehört. Ich sage: "Nein- alles wie immer" so ganz stimmt das nicht, aber als grosser Zweifler kann man jede Beobachtung dem Wunsch zuschreiben. Undis verhält sich zu 98 % wie immer, eine kleine Veränderung ist zu verzeichnen: im Rudel ist sie aufgestiegen und versucht sich derzeit mit kleinen Mobbing-Gesten an Joys Rang. Etwas Größenwahn also, nach dem in Zweisamkeit verlebten Wochenende. Joy trägt´s mit Fassung und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch Undis wird, wie zuvor bei Joys Trächtigkeiten häufig beobachtet, mehr vom Rudel geruchlich untersucht. Auch fremde Hunde, nehmen sich mehr Zeit um Geruchsproben zu nehmen. Die Läufigkeit ist schon längst abgeklungen, das kann also nicht der Grund dafür sein. Undis frisst wie eh und jeh und arbeitet wie eh und jeh, vielleicht eine mini-mini-mini-Spur aufgedrehter :-) WER will das beurteilen? In der vergangenen Woche sind zu den üblichen täglichen Spaziergängen drei Fahrradtouren gekommen und statt dem üblichen täglichen Training ein "Urlaubstag" und ein Prüfungstag. So ist Undis auch am vergangenen Freitag wieder bei 57cm Bauchumfang angekommen. :-) Es ist mir sehr sehr wichtig, dass meine Mädchen innerhalb der Tragezeit in Topkondition sind und kein Gramm zuviel tragen müssen. Es erleichtert ihnen die schwere Zeit und den Geburtsvorgang, die "Schonzeit" kommt noch früh genug. In der kommenden Woche wird mein Rudel um zwei Vierbeiner erweitert, und ich bin gespannt, wie sich die Neukonstellation auswirken wird.

 

06.04.07 (erste Woche nach dem Decken)

Schon mehr als eine Woche ist vergangen seit wir aus Lübeck zurück sind. Die Zeit rast wie üblich und große Veränderungen sind nicht zu verzeichnen. Undis ist hungrig wie immer und ob dies tatsächlich eine Steigerung erfahren hat ist schwer zu sagen. Allerdings habe ich wohl ungewollt ein wenig mehr gefüttert als sonst, denn bei den diesmal zeitig gestarteten Bauchumfangsmessungen hat sie innerhalb einer Woche 3 cm zugelegt von 57cm auf 60cm Was minimal mehr Futter und schlechtwetterbedingte Bewegungsreduktion doch ausmachen. Die vergangene Woche war nämlich eine Regenkatastrophe und so sind unsere Spaziergänge deutlich kürzer ausgefallen als gewöhnlich und es gab innerhalb dieser Woche auch nur eine Fahrradtour. Dieser Entwicklung muß ich auf jeden Fall entgegenwirken damit Undis ihre Kondition behält und auf gar keinen Fall durch unnötige Fettpolster während Trächtigkeit und Geburt behindert wird. Von einer Trächtigkeit kann man in diesen ersten beiden Wochen nach dem Deckvorgang noch gar nicht sprechen, denn noch befinden sich die Keimlinge (wenn denn befruchtete Eizellen vorhanden sind) in einem Zustand ständiger Teilung und sind erst noch auf dem Weg in die Gebärmutter. Auch ein Hormontest zu diesem frühen Zeitpunkt würde keinen Aufschluß geben ob die Hündin trägt oder nicht, denn der Hormonspiegel einer ungedeckten Hündin nach der Läufigkeit ist absolut identisch zu dem Hormonspiegel einer gedeckten Hündin. Also bleibt uns nicht viel anderes als abzuwarten bis zum Palpationstermin am 28.04. und hoffen, dass die Tierärztin zu diesem Termin Föten in den Gebärmutterhörnern ertasten wird. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit dem üblichen täglichen Training (ab jetzt auch wieder mehr ans Rad) und der Organisation der Frühjahrsobedienceprüfung und des Jubiläumstreffens.

 

28.+29.03.08

Lernprozess, ist wohl das Schlagwort, das die vergangenen Ereignisse am Besten beschreibt. Genau eine Woche vor dem tatsächlichen Decktermin zeigte Undis vehement Anzeichen der Paarungsbereitschaft. Meinen Augen und dem Gefühl vertrauend, machten wir uns also bereits am Ostersonntag auf die lange Reise zu Barley. Jedoch ausser Gunstbezeugungen spielte sich zu diesem ersten Termin gar nichts ab, obwohl Undis weiterhin sehr deutlich zeigte, dass sie bereit ist Mutter zu werden. Guter Rat (zu früh? zu spät? zu unerfahren?) war teuer, im wörtlichen Sinne- unverrichteter Dinge fuhren wir zurück. Und bereits am nächsten Morgen standen wir in der Tierarztpraxis zur Blutabnahme für einen ersten Progesterontest- bereits im C-Wurftagebuch hatte ich diese Möglichkeit der Decktagsbestimmung kurz angerissen, mir aber wohl nicht gut genug zugehört ;-). Vieeeeeel zu früh! sagte uns der Test und Erleichterung machte sich breit. Nun gut, also Geduld, Geduld. Nach zwei weiteren Tests sassen wir fünf Tage später wieder im Auto auf dem Weg zu Barley. Dieser hatte auch sehr geduldig gewartet, dass ihm das nette Mädchen zurückgebracht würde. Ganz aus dem Häuschen war er diesmal beim Wiedersehen der Hündin, eine kurze Spielphase im Garten ein paar Bemühungen zum Erlernen der erfolgversprechendsten Technik und schon waren wir an dem Punkt dessentwegen wir uns auf die Reisen gemacht hatten. Jippieh- zum Decken gehört auch immer ein Gläschen Sekt und der schmeckte dieses Mal einfach doppelt so gut im Kreise von Barleys ganzer Familie. Wir gönnten den Liebenden 24 Stunden Erholung voneinander, fuhren in unser bereits bekanntes Domizil nach Lübeck und erledigten den erforderlichen Papierkram. Aus den Augen aus dem Sinn- ist ein Spruch der aufs Nasentier Hund wohl nicht zutrifft. Barley wartete am nächsten Abend schon sehnsüchtig auf Undis und beim Treffen ging das oben beschriebene Spiel von vorne los, aber diesmal mit extrem verbesserter Technik und deshalb für uns deutlich weniger Wartezeit. :-) Ende gut alles gut, zeigt sich dann in den nächsten Wochen wenn wir erfahren ob diese meine Wunschverpaarung Früchte trägt.

April07 - März08 Vater werden ist nicht schwer?

Pustekuchen! Die Rüdenwahl für einen geplanten Wurf ist das was mir bisher, und so auch diesmal, die größten Schwierigkeiten bereitet. Rund um die Vorbereitungen auf das Großereignis 2008 sind einige Rüden in der engeren Auswahl gewesen und aufgrund von Widrigkeiten wieder verworfen worden. Hin und Her und Her und Hin hatte letztendlich Barley die, in meinen Augen, besten Argumente warum er Vater des D-Wurfes werden soll. Er ist ein typvoller Rüde mit bester Gesundheit und Wesen, und von seiner Kooperationsbereitschaft und seinem Willen zur Mitarbeit mit seinem Menschen konnte ich mich selbst überzeugen. Ich habe seine Mutter Claire im Jahr 2003 bereits kennenlernen dürfen, und war zu diesem Zeitpunkt ohne jeglichen züchterischen Hintergedanken von dieser Hündin sehr angetan aufgrund ihres Temperaments und ihrer Ausstrahlung. Claire ist eine der wenigen Springerhündinnen die mich im Wesen an meine Nova erinnern. Claires Sohn Barley wurde nur äusserst sparsam (dafür aber überaus erfolgreich) ausgestellt und kann jetzt hoffentlich mit seinen ersten Nachkommen zeigen, was in ihm steckt. Auch meine Undis ist ja noch ein vollkommen unbeschriebenes Blatt was ihre Qualitäten als Zuchthündin angeht. Deshalb wird dies für mich ein unglaublich wichtiger und spannender Wurf, von dem ich mir einiges verspreche. Es wäre schön, wenn ich für eine Hündin aus dem geplanten D-Wurf "Mitbesitzer" finden könnte. Was genau dies beinhalten soll erfährt man per telefonischer Nachfrage oder durch das Verfassen einer e-mail an mich.

Die Gameten (Geschlechtszellen) die Hündin und Rüde zur Fortpflanzung bereitstellen sind im Gegensatz zu den "normalen" Körperzellen haploid, das bedeutet die Gameten besitzen nur den halben Chromosomensatz. Welche der Chromosomen sich in der Geschlechtszelle befinden wird im Laufe der Meiose (Geschlechtszellbildung) während der Prophase durch Crossing Over der Tochterchromosome (Chromatiden) bestimmt. Bei der Überkreuzung der Chromatiden wird zwischen den Chromosomen genetisches Material ausgetauscht indem die nebeneinanderliegenden Chromatiden in mehrere Bruchstücke aufspalten und diese Bruchstücke austauschen. Die Anzahl der Bruchstücke und die Häufigkeit des Austausches ist vollkomen zufällig so dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass jemals zwei völlig identische Gameten entstehen. Nach abgeschlossenem Austausch verschmelzen die Bruchstücke der Chromatiden und die zwei Chromatiden der ursprünglichen Chromosomen legen sich paarweise näher zusammen. In der übernächsten Phase werden die zwei Chromatiden des ursprünglichen Chromosomenpaares zu den entgegengesetzten Zellpolen gezogen, um während der folgenden Telophase in zwei Tochterzellen geteilt zu werden. Diese zwei Tochterzellen haben immer noch einen diploiden Chromosomensatz, unterscheiden sich aber in der Erbinformation durch das vorangegangene Crossing Over deutlich von der Mutterzelle. Es folgt eine weitere Teilung, eine Reduktionsteilung der beiden Tochterzellen, bei der die Chromosomenanzahl um die Hälfte reduziert wird und schließlich sind vier haploide Tochterzellen (Gameten) mit unterschiedlichen Erbinformationen entstanden. Bei der Hündin ist nur eine der entstandenen Zellen eine Eizelle, die anderen drei sind sogenannte Polkörper bei denen es zu keiner Befruchtung kommen kann. Beim Rüden sind alle vier Tochterzellen befruchtungsfähige Spermien. Kurz nach dem Deckakt treffen im Körper der Hündin also Eizelle und Samenzelle aufeinander, verschmelzen zu einer Zygote. Was auch im Volksmund Befruchtung genannt wird ist das nun folgende Verschmelzen der beiden haploiden Gametenkerne zu einem diploiden Zygotenkern.Der aus der Vereinigung enstandene Keimling hat nun wieder einen diploiden also doppelten Chromosomensatz die eine Hälfte aus der Erbinformation der Mutterhündin, die andere Hälfte aus dem Spermium des Rüden.

Barley Just For Fun

Copyright Yvonne Keeve Letzte Änderung:22.07.2010